ÜBER MICH

Selbstbildnis, Kohlezeichnung, 20x30cm

Ich wurde 1975 in Lüneburg geboren und bin Vater von drei Töchtern.

Mein größter Wunsch ist wohl der nach Wahrhaftigkeit. Dabei sind mir eigene Wege und unorthodoxe Herangehensweisen immer näher gewesen als Vorgefertigtes. „Weil man es eben so macht“ ist für mich stets ein Grund gewesen, es doch auf andere Weise zu versuchen. So entstehen meine Bilder nicht etwa aufrecht an einer Staffelei, sondern auf einem alten, wuchtigen Schreibtisch, der seit Jahrzehnten mein Arbeitsplatz und Ort der Ruhe ist.

Ich habe ein grenzenloses Interesse für Musik und Literatur und deren Zusammenhänge und Hintergründe. Dadurch male ich nicht besser, aber ich verstehe überhaupt erst, was ich male, denn es hängt alles miteinander zusammen. Vinyl und alte gebundene Ausgaben reizen mich dabei ungleich mehr als Streaming und Taschenbücher. Ich mag es, wenn etwas einen dauerhaften Wert hat.

Mit der Malerei wirklich begonnen habe ich 2013. In der Tradition der farbenfrohen Folk Art von Bob Tooke entstanden meine ersten Bilder auf den Kopfteilen von Orangenkisten. Es folgte schnell eine erste Einzelausstellung in Karl Hilses legendärem Art Store in der Wohlwillstraße, der unter anderem Künstler wie Jakobus Durstewitz, SAM (Nils Koppruch) oder 4000 beheimatete.

Seitdem sind hunderte von weiteren Bildern entstanden, hauptsächlich in Acrylfarbe auf kleinformatigen Leinwandplatten. Meine Farbauswahl wurde über die Jahre immer ruhiger. Seit einiger Zeit liegt mein Hauptaugenmerk auf Portraits und Studien in warmen, harmonischen Tönen. Eine Auswahl davon habe ich 2026 in der Hamburger Galerie OBERFETT ausstellen dürfen.

Hauptsächlich zur Illustration von Trauerkarten habe ich in letzter Zeit auch vermehrt mit Kohle auf Karton gearbeitet. Die natürliche Reduktion und Klarheit einer Kohlezeichnung ist in diesem Kontext manchmal dienlicher als die Malerei mit Acrylfarbe.

Ich lebe und arbeite in Hamburg-Wilhelmsburg. Neben der figurativen Malerei bin ich auch als Musiker in verschiedenen Kontexten unterwegs, so zum Beispiel seit beinahe zwanzig Jahren mit den großen Strange Country.